Mount McKinley Besteigung
Mount McKinley

Der Mt. Mc Kinley befindet sich in Alaska, nur etwa 160 km südlich des Polarkreises. Er ist der Hauptgipfel in der Alaska Range, einer Gebirgskette, in der es nur noch zwei weitere hohe Gipfel, einen 5.000er und einen 4.000er, gibt. Mit seinen 6.167 m überragt er sie alle, man hat daher vom Gipfel eine gigantische Fernsicht. Der Berg wurde nach dem 25. US-Präsidenten McKinley benannt, in der einheimischen Sprache heißt er Denali – der Große.
Die erste Besteigung erfolgte 1913 vom amerikanisch britischen Forscher Hudson Stuck und seinen Begleitern.
Der kälteste Berg der Erde erfordert wegen seiner exponierten Lage spezielle Ausrüstung und besonderes Insiderwissen. Hier kommt dir unsere langjährige Erfahrung auf dieser Tour zugute!
Die Expedition erfordert Teamgeist und höchste Einsatzbereitschaft. Die gesamte Expeditionsausrüstung und Nahrung muss von den Teilnehmern selbst getragen bzw. auf Schlitten gezogen werden. Lageraufbau und die Essenszubereitung erfolgt ebenfalls gemeinsam durch die Gruppe.

Kommende Termine

Es gibt derzeit keine anstehenden Veranstaltungen.

Vor einiger Zeit wurde der „kälteste Berg der Erde“, der in Alaska liegende Mt McKinley offiziell umbenannt in „Denali“. „Denali“ wurde der Gletscherriese von den lokalen Indianerstämmen immer schon genannt, in ihrer Sprache bedeutet es „der Große“, was sehr treffend ist, da der riesige Berg tatsächlich als einziger 6.000er der gesamten Alaska Range alle anderen Berge in dieser Kette überragt. Es gibt mit dem Mt. Foregger und dem Mt. Hunter nur einen 5.000er respektive 4.000er in der Region. Der Name McKinley war der eines relativ unbekannten amerikanischen Präsidenten, der kurz nach  Beginn seiner zweiten Amtszeit ermordet wurde. Über viele Jahre sprach man vom Denali daher kurz als „Kinley“. Ausgangspunkt für die Expeditionen ist Anchorage, die Hauptstadt Alaskas. Von dort fährt man in das rund 200 km entfernte Dorf Talkeetna. Dies ist wiederum der Ausgangspunkt, um auf den Kahiltna Gletscher zu fliegen. Auf der weltberühmten Westbuttress Route entlang des Kahiltna Gletschers wird das schwere Gepäck auf Schlitten transportiert. Je höher man am Berg hinaufkommt, umso wichtiger ist Wetterglück, um in das nächst höhere Camp aufsteigen zu können. Das höchste Camp befindet sich auf rund 5300 m, von wo man dann über den Denalipass und „footballfield“ den Gipfelaufbau erreicht.

Interessanter Weise hat sich der Beiname „Kältester Berg der Erde“ für diesen Riesen im Hohen Norden durchgesetzt. Nach neun Besteigungen kann ich ruhigen Gewissens behaupten, dass dies nur begrenzt richtig ist. Ja in den tiefer gelegenen Regionen ist es zur besten Besteigungszeit im Juni sogar eher umgekehrt. Es ist brennend heiß, einmal konnten wir sogar 40 Grad C plus messen. Und dann gibt es auf den riesigen Gletscherflächen praktisch keinen Schatten. An solchen Tagen, die ja auch im Juni dort oben endlos lang sind, ist es dann viel effizienter in der „Nacht“ höher zu steigen. Die „Nacht“ ist ja nicht finster, es dämmert nur etwas, aber dafür ist es etwas kühler, wenn die Sonne für wenige Stunden hinter den Bergen verschwindet.

Eine große Gefahr sind dann natürlich die vielen Gletscherspalten. Man kann sich ausmalen, wie schnell der Schnee bei so großer Hitze schmilzt und was das für die vielen Schneebrücken über die wirklich riesigen Spalten bedeutet.

In den höheren Regionen des Berges wird es dann naturgemäß kälter. Durchschnittliche ist man rund 14 Tage am Berg, davon die meisten im unteren Bereich. Für den finalen Aufstieg zum Gipfel reichen meist dann eineinhalb Tage, sofern man sich vorher gründlich akklimatisiert hat. Auf rund 6 167 m in der Gegend des Polarkreises ist es natürlich kalt. Daher ist man gut beraten, zur wärmsten Zeit des Tages, also gegen Mittag und  Nachmittag in den höchsten Regionen des Berges unterwegs zu s ein. Völlig sinnlos erscheint es mir, die Mitternachtssonne vom Gipfel aus betrachten zu wollen – in diesem Fall muss man dann tatsächlich mit großer Kälte rechnen.

Entsprechend den Vorgaben durch die Natur muss man natürlich auch seine Ausrüstung wählen. Dies ist umso schwieriger, da man im unteren Teil des Berges, eigentlich die längere Zeit der Expedition auf den Denali, mit großer Hitze rechnen muss, hingegen während des relativ kurzen Gipfelsturmes mit extremer Kälte. Auch ist der Temperaturunterschied zwischen Tag und Nacht natürlich ein Faktor.

Da es keine Träger gibt und das gesamte Gepäck für und 15 bis 20 Tage selber getragen werden muss, ist diese Bergbesteigung eine der härtesten. Schwere Lasten und die große Höhe im hohen Norden fordern einen entsprechend super trainierten Körper.

Wie bei jedem hohen Berg ist natürlich auch etwas Wetterglück für einen Erfolg entscheidend. Da der Denali völlig frei dasteht, ist jeder, besonders in den höheren Zonen, extrem den Stürmen ausgesetzt. Der Wetterbericht, der von den Nationalpark Rangern ausgegeben wird, ist oft völlig falsch und ersetzt nur sehr bedingt die Erfahrung an diesem wunderschönen Berg. Steht man dann nach endlosen Strapazen am Gipfel kann man zurecht Stolz auf die vollbrachte Leistung sein. Den Abstieg mit Skiern schafft man in rund 2 Tagen bis zum Basislager am Kahiltna Gletscher.